Blitzschutzanlagen
Planung und Beratung
Planung von
- Äußere Blitzschutzanlagen (Fangeinrichtungen, Ableitungsanlagen, Erdungsanlagen)
- Innere Blitzschutzanlagen (Blitzschutz-Potentialausgleich, Überspannungsschutz, Trennungsabstandsberechnung)
- Erdungs- und Fundamenterderanlagen (Ringerder, Tiefenerder, Fundamenterder nach DIN 18014)
- Risikoanalysen und Blitzschutzbedarfsermittlung nach DIN EN 62305–2
- Blitzschutzzonenkonzepte (LPZ-Konzepte) für sensible Gebäude und Anlagen
- Überspannungsschutzkonzepte (SPD-Auswahl Typ 1, 2 und 3)
- Blitzschutzanlagen für Bestandsgebäude, Neubauten und Sonderbauten (z. B. Krankenhäuser, Rechenzentren, Industrieanlagen)
Wir nutzen
- DEHNsupport Toolbox für die normkonforme Blitzschutzplanung
- DEHN Risk-Tool für Risikoanalysen nach DIN EN 62305–2
- AutoCAD und Trimble für die 3D-Planung von Fangeinrichtungen und Ableitungsanlagen
- Blitzplaner-Software für Blitzschutzzonenkonzepte und Trennungsabstandsberechnungen
- AVA-Programm (Cosoba) für Ausschreibungs- und Projektabwicklung
- BIM-fähige Planungswerkzeuge für die integrale Blitzschutzplanung
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BLITZSCHUTZPLANUNG | BLITZSCHUTZ FACHPLANUNG | PLANUNG BLITZSCHUTZANLAGEN
Eine fachgerecht geplante Blitzschutzanlage schützt Menschen, technische Einrichtungen und die Bausubstanz zuverlässig vor den Auswirkungen direkter und indirekter Blitzeinschläge. Wir planen Ihr Blitzschutzsystem ganzheitlich – von der Risikoanalyse über das Blitzschutzzonenkonzept bis zur vollständigen Ausführungsplanung nach DIN EN 62305 (VDE 0185–305).
Steigende Anforderungen an die Verfügbarkeit technischer Anlagen, die zunehmende Empfindlichkeit elektronischer Systeme und verschärfte normative Vorgaben erfordern heute eine integrale Blitzschutzplanung. Äußerer und innerer Blitzschutz müssen als zusammenhängendes System betrachtet werden, um Personenschutz, Sachschutz und den Schutz elektrischer und elektronischer Systeme gleichermaßen sicherzustellen.
Auf Basis einer objektspezifischen Risikoanalyse nach DIN EN 62305–2 ermitteln wir den erforderlichen Schutzpegel und die passende Blitzschutzklasse (I bis IV) für Ihr Gebäude. Darauf aufbauend entwickeln wir ein maßgeschneidertes Blitzschutzkonzept, das Fangeinrichtungen nach dem Blitzkugelverfahren, dem Schutzwinkelverfahren oder dem Maschenverfahren berücksichtigt. Die Ableitungsanlage und die Erdungsanlage werden normgerecht dimensioniert und auf Ihre baulichen Gegebenheiten abgestimmt.
Der innere Blitzschutz umfasst den Blitzschutz-Potentialausgleich und die Einhaltung von Trennungsabständen, um gefährliche Überschläge innerhalb des Gebäudes zu verhindern. Ergänzend planen wir gestaffelte Überspannungsschutzmaßnahmen (SPD Typ 1, Typ 2, Typ 3) gemäß dem Blitzschutzzonenkonzept, um empfindliche elektrische und elektronische Geräte wirkungsvoll vor transienten Überspannungen zu schützen.
Unsere Expertise umfasst die Planung von Blitzschutzanlagen für Neubauten und Bestandsgebäude aller Art – von Verwaltungsgebäuden über Industrieanlagen und Krankenhäuser bis hin zu denkmalgeschützten Gebäuden. Durch den Einsatz von Building Information Modelling (BIM), 3D-Trassenplanung und normkonformer Berechnungssoftware stellen wir eine kollisionsfreie, wirtschaftliche und zukunftssichere Blitzschutzplanung sicher.
FAQ
WANN IST EINE BLITZSCHUTZANLAGE FÜR EIN GEBÄUDE VORGESCHRIEBEN?
Nach der Musterbauordnung (MBO § 46) müssen bauliche Anlagen, bei denen Blitzschlag leicht eintreten oder zu schweren Folgen führen kann, mit einer dauerhaft wirksamen Blitzschutzanlage versehen werden. Dazu zählen insbesondere Hochhäuser, Gebäude mit großer Personenanzahl (Versammlungsstätten, Krankenhäuser, Schulen), Gebäude mit feuer- oder explosionsgefährdeten Bereichen sowie exponierte Bauwerke. Darüber hinaus kann eine Risikoanalyse nach DIN EN 62305–2 die Notwendigkeit auch für andere Gebäude belegen.
WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN ÄUSSEREM UND INNEREM BLITZSCHUTZ?
Der äußere Blitzschutz besteht aus der Fangeinrichtung, der Ableitungsanlage und der Erdungsanlage. Er dient dazu, den Blitzstrom sicher aufzunehmen und in die Erde abzuleiten. Der innere Blitzschutz umfasst den Blitzschutz-Potentialausgleich und die Einhaltung von Trennungsabständen, um gefährliche Funkenüberschläge im Gebäudeinneren zu verhindern. Beide Systeme bilden zusammen das vollständige Blitzschutzsystem nach DIN EN 62305.
WAS BEINHALTET EINE RISIKOANALYSE NACH DIN EN 62305–2?
Die Risikoanalyse bewertet die Wahrscheinlichkeit und die möglichen Folgen von Blitzeinschlägen für eine bauliche Anlage. Auf Basis von Faktoren wie Gebäudeabmessungen, Nutzungsart, Standort, regionaler Blitzdichte (keraunischem Pegel), vorhandenen Schutzmaßnahmen und dem Wert der zu schützenden Einrichtungen wird das Schadensrisiko quantifiziert. Das Ergebnis bestimmt, ob ein Blitzschutzsystem erforderlich ist und welche Blitzschutzklasse (I–IV) mindestens einzuhalten ist.
WIE OFT MUSS EINE BLITZSCHUTZANLAGE GEPRÜFT WERDEN?
Die Prüfintervalle richten sich nach der Blitzschutzklasse und der Gebäudenutzung. Gemäß DIN EN 62305–3 ist für Blitzschutzklasse I und II eine Sichtprüfung jährlich und eine umfassende Prüfung alle ein bis zwei Jahre vorgeschrieben. Für die Klassen III und IV gilt eine Sichtprüfung alle zwei Jahre und eine umfassende Prüfung alle vier Jahre. Bei Gebäuden mit explosionsgefährdeten Bereichen können die Intervalle kürzer sein.
SCHÜTZT EINE BLITZSCHUTZANLAGE AUCH ELEKTRONISCHE GERÄTE IM GEBÄUDE?
Der äußere Blitzschutz allein schützt elektronische Geräte nicht ausreichend vor Überspannungsschäden. Dafür ist ein ergänzendes Überspannungsschutzkonzept erforderlich, das Ableiter vom Typ 1 (Blitzstromableiter), Typ 2 (Überspannungsableiter) und Typ 3 (Geräteschutz) in einem abgestimmten Blitzschutzzonenkonzept (LPZ-Konzept) kombiniert.
WELCHE BLITZSCHUTZKLASSE BENÖTIGT MEIN GEBÄUDE?
Die erforderliche Blitzschutzklasse wird durch die Risikoanalyse nach DIN EN 62305–2 bestimmt. Blitzschutzklasse I bietet den höchsten Schutzpegel und wird unter anderem für explosionsgefährdete Bereiche, Rechenzentren oder Krankenhäuser angewendet. Blitzschutzklasse IV stellt das Mindestschutzniveau dar. Die Klasse beeinflusst die Maschenweite der Fangeinrichtung, die Blitzkugelradien und die Abstände der Ableitungen.